Schröpfen


Was ist Schröpfen?

Beim Schröpfen wird ein Schröpfglas auf unversehrte Hautstellen gesetzt, die zuvor eingeölt wurden. Durch das Verschieben des Schröpfkopfes über eine bestimmte Stelle kann eine stärkere durchblutungsfördernde Wirkung als in der klassischen Massge erzielt werden. Durch das Verschieben der vakuumierten Schröpfköpfe lässt sich zudem eine Massagewirkung und ein Anregen des Lymphflusses erzielen.

 

Herkunft

Auf einem mesopotamischen Arztsiegel aus der Zeit um 3300 v.Chr. findet man erste Hinweise auf die medizinische Verwendung des Schröpfens. Es war auch in der traditionellen Medizin Indiens, Chinas, Südamerikas und Ägyptens eine anerkannte Heilmethode. Im Mittelalter ist das Schröpfen etwas in Verruf geraten, da vor allem die Bader und Baderchirurgen ihre Kunden schröpften und zu Ader liessen. Dieses "blutige Handwerk" wurde meist falsch und viel zu häufig angewendet. Erst in den 1920er Jahren machte der österreichische Arzt Bernhard Aschner die ausleitenden Verfahren wieder populär.

 

Anwendungsbereich

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Rheuma
  • Bandscheibenprobleme
  • Hexenschuss
  • Knieprobleme
  • Nierenschwäche
  • Wetterfühligkeit
  • Müdigkeit
  • Verdauungsbeschwerden
  • Menstruationsbeschwerden